Waterloo 1815

  • Betritt der Schlachtenbummler das Areal von Braine l'Alleud her, stösst er zuerst auf die Farm Hougoumont (14.05.2011).
  • Die Mauern von Hougoumont sind mit div. Gedenktafeln und Spuren der Ereignisse vom 18. Juni 1815 versehen. Victor Hugo beschrieb den Verlauf der Kämpfe um das Gehöft wie das der gesamten Schlacht in seinem weltberühmten Roman "Les Misérables" (14.05.2011).
  • Ein unauffälliges Denkmal im Vorhof des Gehöfts Hougoumont erinnert an den verbissenen Kampf um die Farm. Um 11:30 Uhr begannen die französischen Angriffe, jedoch gelang es Napoleons Truppen bis zum Abend nicht, Hougoumont einzunehmen (14.05.2011).
  • Blutgetränkte Wiese im Vorhof von Hougoumont. Binnen einer Stunde gab es hier 1'500 Tote. Ganz links das Denkmal vom vorherigen Bild (14.05.2011).
  • Die Farm La Haye Sainte stand am 18. Juni 1815 im Zentrum des Geschehens und wurde seitdem kaum verändert. Gegen 13 Uhr eröffnete französische Artillerie eine verheerende Kanonade, auf die stundenlange Kavallerieattacken unter Marschall Ney, unter dem fünf Pferde weggeschossen wurden, folgten. Gegen 18:30 konnten die Franzosen das Gehöft endlich einnehmen (14.05.2011).
  • Die Farm Mont Saint Jean heute. In der Nähe hatte der Herzog von Wellington seinen Befehlsstand. Nachdem La Haye Sainte in die Hände der Franzosen gefallen war, wurde es für die alliierten Truppen kritisch. Den für Briten, Hannoveraner und Niederländer bangen Stunden zwischen 18 und 20 Uhr des 18. Juni 1815 ist wohl des Herzogs geflügeltes Wort "Ich wollte es würde Nacht oder die Preussen kämen." zuzuschreiben (14.05.2011).
  • Auf dem Löwenhügel (Butte du Lion) erinnert der Löwe von Waterloo an die Schlacht vom 18. Juni 1815 (14.05.2011).
  • Hügel und Denkmal wurden bereits wenige Jahre nach dem Geschehen von 1824 bis 1826 errichtet (14.05.2011).
  • Dem Schlachtfeld von Waterloo wurde bereits wenige Jahre nach der Schlacht ein Bauverbot auferlegt, an das sich bis heute prinzipiell gehalten wurde. So ist die leichte Anhöhe, auf der Wellington seine Verbände vorteilhaft positionierte, noch heute auszumachen (14.05.2011).
  • Panoramamuseum am Fusse des Löwenhügels (14.05.2011).
  • Am Hohlweg von Ohain erlebte die französische Kavallerie ihr Waterloo im Kleinen. Der ca. zwei Meter tiefe, von Hecken und Gestrüpp geschütze Einschnitt wurde von Napoleons Generälen im Vorfeld schlicht übersehen. So hatten die niederländischen und schottischen Karrees anfangs leichtes Spiel, die mit den Unwegsamkeiten des Geländes beschäftigten Franzosen gnadenlos zusammenzuschiessen (14.05.2011).
  • Den Hohlweg von Ohain gibt es heute nicht mehr, aber diesen vergleichbaren, der von der Papelotte-Farm zum Gehöft La Belle Alliance führt. Erst als der gesamte Einschnitt mit toten und verwundeten Soldaten und Pferden eingeebnet war, konnten die Franzosen ungehindert passieren, und Schotten und Niederländer anschliessend bekämpfen, deren Karrees in der Folge mitunter auf wenige Dutzend Mann zusammenschmolzen (14.05.2011).
  • Victor Hugo schreibt in den "Elenden": "Alles in allem war Waterloo mehr ein Gemetzel als eine Schlacht, hatte es von allen geordneten Feldschlachten doch die kürzeste Front. Napoleon eine dreiviertel Meile, Wellington eine halbe und 72'000 Mann auf jeder Seite. Diese Gedrängtheit bewirkte das Blutbad" (14.05.2011).
  • Waterloo: Löwenhügel (14.05.2011)
  • Waterloo: Löwenhügel vom Wirtschaftsweg Papelotte - La Belle Alliance gesehen (14.05.2011)
  • Von dieser Stelle beobachtete Kaiser Napoleon I. ab etwa 16:30 Uhr den Schlachtverlauf. Links im Bild der Gutshof "La Belle Alliance", der im deutschen Sprachraum einige Zeit Namensgeber für die Schlacht war (14.05.2011).
  • An der Strassenkreuzung beim Löwenhügel erinnern zahlreiche Denkmäler an den 18. Juni 1815, hier im Bild das Belgier-Monument (14.05.2011).
  • Preussisches Denkmal in Plancenoit (14.05.2011).
  • Auffällig ist, dass zahlreiche Denkmäler, die an die Franzosen erinnern, offenbar jüngeren Datums sind. So auch jenes in Plancenoit, das an die Aktivitäten der Junge Garde unter General Duhesme erinnert. Letzterer wurde, nachdem er sich den Preussen ergeben hatte, von einem preussischen Husaren mit dem eigenen Degen mal eben hingerichtet (14.05.2011).
  • Unweit des Guts La Belle Alliance erinnert "L'Aigle blessé", der verwundete Adler, an die Schlacht (14.05.2011).
  • Nach ausführlicher Begehung des Kriegsschauplatzes wird es Zeit sich ein wenig auszuruhen. Das Café Wellington unmittelbar bei Löwenhügel und Panorama-Museum ist deshalb sehr willkommen. Es überzeugt mit 15 verschiedenen Fassbieren und 74 unterschiedlichen Flaschenbieren durchaus. Wer sich anschickt alle zu probieren, wird wohl sein Waterloo erleben (14.05.2011).